Maja, warum nennst du dich Lernforscherin?
Lernen geschieht.
Jedes Kind ist anders.
Ich erforsche mit dem Kind zusammen, was die optimalen Bedingungen sind, dass Lernen geschehen kann.
„Was brauchst du, um gut lernen zu können?“
„Was macht dir Spaß?“
Sind wichtigste Fragen in meinem Alltag.
Manchmal ist ein Kind sehr müde morgens. Dann erforschen wir gemeinsam, dass es vielleicht etwas Schlaf oder Ruhe braucht. Dafür gibt es einen Platz. Oder nach der Pause bringen Kinder einen Konflikt mit, brauchen erst Zeit und Raum ihre Gefühle zu entlasten.
Das hat bei mir immer Vorrang vor Lektionen und anderem Input.
Um beste Möglichkeiten für Flowerfahrungen in der Schule zu schaffen, ist es notwendig, offen zu sein, zu forschen. Ich erforsche,
- wie das Kind intrinsisch motiviert ist,
- welcher Lerntyp es ist,
- in welcher sensiblen Phase es ist und
- wie nahe es in Beziehung gehen möchte.
- Wichtig finde ich auch, herauszuhören, welche Blockaden und Glaubenssätze das Kind mitbringt und ob diese förderlich sind.
Dann kann ich die Lernumgebung entsprechend gestalten. Ich bin ein wichtiger Teil der Lernumgebung, so wie die Freunde und Freundinnen in der Klasse. Ich gestalte die vorbereitete Umgebung wöchentlich um, je nach dem, was meine aktuellen Forschungsergebnisse für die Gruppe sind.
Ich arbeite seit mehr als 20 Jahren als Lernforscherin in einer freien Schule und bin nun bereit, mein Wissen zu teilen.
Die Essenz dessen ist:
Es gibt nicht die eine Lernform oder das eine Konzept, sondern, jedes Kind ist anders und einzigartig. Wir dürfen Teil seiner Welt sein und liebevoll unterstützen, dass es sich optimal entfalten kann.