Wie kannst du für dich selbst sorgen, wenn du dein weinendes Kind begleitest?
Dein Kind weint oder schreit. Es passt dir überhaupt nicht in den Plan. Es triggert dich.
Du möchtest es trotzdem gut begleiten.
Was kannst du tun?
Zuerst mal: Vergiss deinen Plan!
Dein Kind braucht deine Nähe und Sicherheit, damit es sich gut entlasten kann. Es hat Gefühle und braucht Zeit und Vertrauen, um diese fühlen zu können.
Sage dir selbst unterstützende Sätze, die du dir irgendwo anpinnst oder als Zettelchen dabei hast. Zum Beispiel
- Mein Kind braucht mich jetzt.
- Es heilt einen alten Schmerz.
- Alles andere kann warten.
- Ich bin präsent.
- Ich bin wach.
- Ich bin hier.
- Ich bin eine gute Mutter.
- Ich nehme mir später Zeit, zu entlasten, was es mit mir macht.
Es ist für uns Eltern nicht leicht, unseren weinenden Kindern zu zu hören. Zum Einen kann es sein, dass sie uns beleidigen. Zum Anderen, fühlen wir uns manchmal als hätten wir versagt. Schließlich wollen wir ja immer alles richtig machen für unsere Lieben. Aber du bist genau so richtig wie du bist und die beste Mutter der Welt, auch wenn dein Kind gerade schreit.
Die starken Emotionen deines Kindes können deine eigenen aufwühlen. Alter Schmerz steigt auf. Am liebsten möchtest du gleich mit weinen.
Unser Sohn hatte mit 4 Jahren aus scheinbar heiterem Himmel starke Schreiattacken. Diese waren so laut und stark, dass unsere eigenen Emotionen während wir ihn begleiteten sehr stark getriggert waren. Wir wechselten uns ab, ihm zu zu hören und wir unterstützten uns hinterher, uns zu entlasten.
Wenn du dein Kind begleitet hast und emotional bist, suche dir eine Person, die dir nun zu hört. Idealerweise hast du einen Kreis von Menschen in deiner Nähe, die darin geschult sind, sich zu unterstützen. Auch ein Anruf bei einer Freundin, die Verständnis hat für deine Emotionen, kann helfen.
Dein alter Schmerz kann durch das Weinen deines Kindes hoch kommen und darf gefühlt werden.
Wenn du dein eigenes Weinen selbstverständlich als Geschenk siehst und dem Raum gibst, wirst du eine umso bessere Zuhörerin für dein Kind.
Was macht es mit dir, wenn du das liest? Schreib mir gerne deine Gedanken in die Kommentare!