Wer sagt denn, dass Kinder im Haushalt helfen müssen?
Im meinen Beratungen höre ich immer wieder das Problem mit der Hilfe im Haushalt durch Kinder.
- Streit zwischen Eltern
- Streit mit Kindern
- Streit unter Geschwistern oder
- Haushaltshilfe wird emotional erpresst oder durch zusätzliche Handyzeiten verhandelt.
Warum ist das Thema so konfliktbehaftet?
Ich selbst bin als Kind pflichterfüllend erzogen worden. Ich wurde nicht gefragt, es wurde angesagt.
Das hatte nicht zur Folge, dass ich selbst meinen Haushalt später gut auf die Reihe bekommen habe, auch nicht, dass ich besondere soziale Kompetenzen erworben habe oder immer die Erste bin, wenn irgendwo Hilfe beim Umzug benötigt wird.
Im Gegenteil: Ich habe Widerwillen und spüre noch heute die Folgen von Überlastungssituationen durch die Pflichten.
Wie ging es dir als Kind mit deinen Pflichten im Haushalt?
Ich finde es wichtig, sich zuerst damit zu beschäftigen.
In dieser Zeit sind unsere Glaubenssätze entstanden. Wenn wir als Eltern klar und authentisch kommunizieren wollen, ist es wichtig, sich anzuschauen, was wir eventuell unbewusst transportieren.
„Kinder müssen mit anpacken.“ „Ohne Fleiß keinen Preis.“ „Ich muss schuften, um geliebt zu werden.“ „Ich bin wichtig.“ „Ich bin nicht wichtig.“ „Ich brauche nichts tun.“ „Alles passiert von selbst.“ „Für die Ordnung sind andere zuständig.“ „Alles ist ungerecht.“
Ich selbst hatte jahrelang Schwierigkeiten, meine Kinder dazu zu bewegen, etwas im Haushalt zu helfen. Es hat lange gedauert, bis ich wirklich klar hatte:
Ich projiziere meine eigene Anstrengung als Kind und will meine Kinder eigentlich vor der Arbeit schonen. Wenn ich um Unterstützung gebeten habe, kamen zwei Botschaften an. Die Kinder gingen in den Widerstand.
Ich konnte beim besten Willen keine regelmäßigen Dienste meiner Kinder einführen und umsetzen. Ich wollte es gar nicht von mir aus, sondern weil ich es irgendwo gelesen hatte oder mein Mann es gut gefunden hätte.